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Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bot sogar eine Gehaltskürzung von 45 Prozent an, was mit rund 5000 Piloten Einsparungen von 350 Millionen Euro bringen würde. Dieser Gehaltsverzicht könnte möglicherweise bis 2022 dauern. Vereinigung Cockpit-Chef Markus Wahl appellierte an die Aktionäre, dem Rettungspaket “im Interesse aller Beteiligten” zuzustimmen. Der gesamte Passagierbetrieb der Gruppe wurde durch Reisebeschränkungen erschüttert, die Flugaussetzungen und Flugzeugerdung erzwingen. Im März wurde eine Vereinbarung zwischen der Pilotengewerkschaft und dem Management getroffen, um die Besatzungskosten kurzfristig um 50 Prozent zu senken. Es können jedoch auch neue langfristige Maßnahmen erforderlich sein. BERLIN (Reuters) – Die Lufthansa (LHAG.DE) und ihre Pilotengewerkschaft haben sich auf Löhne, Renten und Arbeitspraktiken geeinigt, wodurch jahrelange Querelen und Streiks beendet und die Aktien des deutschen Konzerns gestärkt wurden. Nach vier Tarifrunden hat die Gewerkschaft Ver.di den Abschluss einer langfristigen Vereinbarung mit der Fluggesellschaft Lufthansa begrüßt, die Lohnerhöhungen von bis zu 6 Prozent für rund 28.000 Bodenpersonal bringt. Als der Aufsichtsrat der Lufthansa die vom Deutschen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erworbene staatliche Beihilfe genehmigte, erklärte der Vorsitzende des Luftfahrtkonzerns Carsten Spohr, dass die “erwartete langsame Erholung des Marktes im globalen Luftverkehr eine Anpassung unserer Kapazitäten unumgänglich macht”.

So wolle er mit “unseren Tarifverhandlungen und Sozialpartnern” darüber diskutieren, wie die Auswirkungen von Entlassungen “sozialverträglich” abgemildert werden könnten. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Samstag mit, die Lufthansa habe sich darauf verständigt, dass die neu- und künftigen Beschäftigten das gleiche Rentensystem erhalten wie langjährige Beschäftigte. Allerdings müssen nun alle Mitarbeiter 1 Prozent ihres Gehalts in ihren Plan einzahlen, während das Unternehmen 5,2 Prozent einzahlen wird. Die Kaltblütigkeit des Lufthansa-Vorstands ist schwer zu überbieten. Nach dem Zusammenbruch des Flugverkehrs im März und April drohte Lufthansa-Chef Karsten Spohr mit einer “freiwilligen Insolvenz”, sollte die Bundesregierung einem milliardenschweren Rettungspaket nicht zustimmen, ohne Einfluss auf den Geschäftsbetrieb zu nehmen. Dies hätte ihm freie Hand gegeben, tarifliche Vereinbarungen und Pensionsverpflichtungen zu umgehen und zahlreiche Arbeitsplätze zu streichen. Es war von 10.000 bis 20.000 Arbeitsplätzen die Rede. Was denken Sie über diese Gehaltsänderungen? Sind Sie in diesem Jahr von den Kürzungen der Fluggesellschaften betroffen? Lassen Sie uns wissen, was Sie von der Situation im Kommentarbereich halten. Die Verhandlungen zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sind abgeschlossen, da die Fluggesellschaft die Vermittlungsempfehlung des Vermittlers Gunter Pleuger am 15. Februar 2017 akzeptiert hat. Die Fluggesellschaft einigte sich auf eine Gehaltserhöhung für die 5.400 Piloten im Gruppentarifvertrag von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings in vier Stufen in Höhe von insgesamt rund 8,7 Prozent, die bis 2019 zu zahlen sind.

“Diese Einigung auf eine weitreichende Lösung bietet eine große Chance, den seit Jahren andauernden Tarifkonflikt beizulegen”, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit in einer Stellungnahme. Die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften Lufthansa Systems, Lufthansa Service Catering, Lufthansa Technik Maintenance und Lufthansa Cargo Frachtservice profitieren von dem neuen Tarifvertrag, der bis Ende 2017 läuft.