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Der Präsident des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA), Gerald Hörster, und der Geschäftsführer der EA, Josef Doppelbauer, unterzeichneten einen Kooperationsvertrag zwischen der Eisenbahn-Agentur der Europäischen Union und dem Eisenbahn-Bundesamt. Der Eisenbahnsektor hat in den meisten untersuchten Ländern eine hohe Zahl von Gewerkschaften mit zahlreichen Organisationen (Tabelle 12). Einige Gewerkschaften sind für bestimmte Berufsgruppen wie Lokführer. Ein weiteres Merkmal der gewerkschaftspolitischen Vertretung im Eisenbahnsektor sind die Dichteraten, die im Allgemeinen über dem nationalen Gesamtdurchschnitt liegen. Die Sozialpartner sind sich darin einig, dass ein moderner und integrierter Eisenbahnsektor in Europa entwickelt werden muss, haben jedoch Bedenken hinsichtlich der Möglichkeiten, dies zu erreichen. In Deutschland wird der auf Holdingebene ausgehandelte Rahmentarifvertrag durch regional- und unternehmensnahe Vereinbarungen ergänzt, die nur für bestimmte Teile des DB-Konzerns gelten. Ein ähnliches System gibt es in Litauen. Dazu gehört auch ein nationaler Tarifvertrag der Litauischen Eisenbahn (LG), dessen Bestimmungen klarer festgelegt sind, mit möglichen Änderungen auf Branchenebene. Auch bei den ÖBB in Österreich, wo auf Bundes-, Landes- und Betriebsebene verhandelt wird, gibt es Artikulationsverhandlungen.

In den Niederlanden gab es bei der Niederländischen Eisenbahn (NS) eine etwas dezentralisierte Tarifstruktur, die auf sechs getrennten Tarifverträgen beruhte, bis eine Vereinbarung im April 2005 diese Situation umkehrte und eine einzige Betriebsvereinbarung einführte. Art. 25 AEG besagt, dass die öffentliche Eisenbahn allein entscheidet, wann Arbeitsplätze besetzt werden müssen, um Eisenbahndienstleistungen zu erbringen und die Eisenbahninfrastruktur entsprechend den geschäftlichen Bedürfnissen zu erhalten und zu betreiben. Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach Art. 87 Abs. 1 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz in Bezug auf die Arbeitszeitregelungen für die Beschäftigung der Arbeitnehmer während der in Satz 1 genannten Berufszeiten bleibt unberührt. Die Gewährung einer staatlichen Finanzhilfe für private Unternehmen fällt unter die EU-Beihilfevorschriften. Die Kommission hat Leitlinien für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen für Eisenbahnunternehmen herausgegeben. Diese Leitlinien gelten sowohl für Eisenbahnunternehmen als auch für städtische, vorstädtische oder regionale Personenverkehrsunternehmen im Hinblick auf Beihilfen für den Kauf und die Erneuerung von Schienenfahrzeugen.

Sie decken die Unterstützung durch Infrastrukturfinanzierungabsicherungen ab; Beihilfen für den Kauf und die Erneuerung von Schienenfahrzeugen; Schuldenerlass durch Staaten im Hinblick auf die finanzielle Umstrukturierung von Eisenbahnunternehmen; Beihilfen für die Umstrukturierung von Eisenbahnunternehmen; Beihilfen für die Koordinierung des Verkehrs; und staatliche Garantien für Eisenbahnunternehmen. Die Vorschriften für staatliche Beihilfen in Form von Garantien für Eisenbahnunternehmen sind auch in der Mitteilung der Kommission über die Anwendung der Artikel 87 und 88 EG-Vertrag festgelegt. In Ungarn ist Der Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz ein Schlüsselelement des Kooperationsabkommens vom Januar 2011. Unterstützt wird dies durch ein Gesundheitsförderungsprogramm und die Umsetzung des mittelfristigen Programms für Arbeitssicherheit und des Aktionsplans der Ungarischen Staatsbahngesellschaft (M-V). Im Personenverkehr gibt es andere öffentliche Unternehmen. FGC, FGV und Euski Tren gehören den Regionalregierungen in Katalonien, Valencia und dem Baskenland. FEVE betreibt die Schmalspurbahn im Norden Spaniens und Murcia. In Italien verfügt die FS-Gruppe über einen gemeinsamen Ausschuss für Chancengleichheit (der durch die nationale branchenweite Vereinbarung von 2003 geschaffen wurde), der jedes Jahr einen “Jahresplan der Tätigkeiten” überwacht. Im September 2010 unterzeichnete die FS-Gruppe die Charta “Chancengleichheit und Arbeitsgleichheit” (gefördert vom Ministerium für Chancengleichheit).

Im Jahr 2010 nahmen die FS-Gruppe und die Gewerkschaften an einer Arbeitsgruppe zur Umsetzung der gemeinsamen Empfehlung von CER/ETF 2007 zur Vertretung und Integration von Frauen im Eisenbahnsektor teil.