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Empfehlungen zu Rechnungen, die im internationalen Handel verwendet werden, werden auch vom UNECE-Handelsausschuss bereitgestellt, der eine detailliertere Beschreibung des logistischen Aspekts von Waren beinhaltet und daher für internationale Logistik- und Zollverfahren von Belang sein kann. [7] Zahlungsbedingungen sind in der Regel auf der Rechnung angegeben. Diese können festlegen, dass der Käufer eine maximale Anzahl von Tagen zu zahlen hat und manchmal einen Rabatt angeboten wird, wenn vor dem Fälligkeitsdatum bezahlt. Der Käufer hätte bereits für die auf der Rechnung aufgeführten Produkte oder Dienstleistungen bezahlen können. Um Verwechslungen und damit unnötige Mitteilungen vom Käufer an den Verkäufer zu vermeiden, geben einige Verkäufer in großen und/oder Großbuchstaben eindeutig auf einer Rechnung an, ob sie bereits bezahlt wurden. Es kann auch spezifische nationale Vorschriften für Transaktionen geben, die eine Rechnung erfordern. Ein Unternehmen muss eine Rechnung ausstellen, wenn es bestimmte Gegenstände an einen Nichtsteuerpflichtigen (in der Regel eine Privatperson) liefert: Unbeschadet der besonderen Bestimmungen dieser Richtlinie sind für Rechnungen, die gemäß den Artikeln 220 und 221 ausgestellt wurden, nur die folgenden Angaben für Mehrwertsteuerzwecke erforderlich: Ich hoffe nur, dass die Steuerbehörden auf der ganzen Welt einen Konsens darüber erzielen werden, wie die CTC- und Clearingmodelle funktionieren sollen. Heute gibt es so viele Variationen zu CTC-Modellen wie in der Welt Implementierungen – jedes Land hat sich etwas Neues ausgedacht. Im regionalen Sinne spielt es keine Rolle, aber es ist eine Katastrophe für die globalen Unternehmen. Von harmonisierten Prozessen kann man nur träumen. Ich freue mich, dass die beiden führenden Branchenverbände EESPA und OpenPEPPOL eine Initiative gezeigt haben, um diese globale und auch ICC (International Chamber of Commerce) mit diesem Thema zu standardisieren.

Mal sehen, was die Zukunft bringt und wie viele länder in einem Jahr eine Art CTC-Modell verwenden – wetten Sie, dass die Zahl größer als 10 ist. Derzeit werden zwei XML-basierte Standards entwickelt. Die eine ist die branchenübergreifende Rechnung, die von der Normungsorganisation der Vereinten Nationen UN/CEFACT entwickelt wird, und die andere ist Universal Business Language (UBL), die von der Organisation für die Förderung strukturierter Informationsstandards (OASIS) herausgegeben wird. Die Umsetzung von Rechnungen auf der Grundlage von UBL ist üblich, vor allem im öffentlichen Sektor in Dänemark, da es das erste Land war, in dem die Verwendung von UBL gesetzlich für alle Rechnungen im öffentlichen Sektor vorgeschrieben wurde. Im Rahmen des Projekts “North European Subset” werden in den skandinavischen Ländern weitere Umsetzungen durchgeführt. Auch in Italien, Spanien und den Niederlanden (UBL 2.0)[18] sowie bei der Europäischen Kommission selbst laufen die Umsetzungen. In der Europäischen Union wurden 2010 Rechtsvorschriften in Form einer Richtlinie 2010/45/EU verabschiedet, um das Wachstum der elektronischen Rechnungsstellung in allen mitgliedstaatenübergreifenden Mitgliedstaaten zu erleichtern. Diese Rechtsvorschriften gelten für unterschiedliche MwSt.-Anforderungen und länderübergreifende Rechnungsstellungsanforderungen innerhalb der EU sowie für die Gesetzgebung zur Authentizität und Integrität elektronisch versandender Rechnungen.

Schätzungen zufolge werden allein im Jahr 2011 rund 5 Millionen EU-Unternehmen elektronische Rechnungen versandt haben. [17] Während ein gemeinsamer europäischer Rahmen die Verwendung elektronischer Rechnungen in der gesamten EU regelt, gibt es in jedem Land unterschiedliche Regelungen, so dass die deutschen Rechtsvorschriften berücksichtigt werden müssen. So schreiben die Vorschriften in Deutschland vor, dass Unternehmen elektronische Rechnungen zehn Jahre lang aufbewahren müssen, wobei der Zeitraum für jeden EU-Mitgliedstaat unterschiedlich ist (in Polen 5 Jahre; in Frankreich oder im Vereinigten Königreich, 6…). Die Umsetzung trat jedoch erst im November 2018 in Kraft, als sie in die Zuständigkeit der Bundesbehörden überging. Am 27. November 2019 tritt sie für die regionalen Behörden und ein Jahr später, am 27. November 2020, für alle öffentlichen Aufträge über 1000 EUR in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt werden alle Rechnungen, die von den Verwaltungen in nichtelektronischer Form eingehen, zurückgewiesen.